Regisseur: Krzysztof Kieślowski
1988
„Dekalog, Vier” von Krzysztof Kieślowski ist ein Film, der auf subtile Weise die Grenzen der Moral sowie die menschliche Dimension des Inzestverbots im vierten Gebot des Dekalogs untersucht: „Ehre deinen Vater und deine Mutter“. Der Film zeigt ein komplexes und zugleich sensibles Spiel von Emotionen und Spannungen zwischen Vater und Tochter, das sich entgegen allen Normen und Regeln in eine unerwartete Richtung entwickelt. Die Hauptfiguren in „Dekalog, Vier“ sind in gefährliche Gefühle verstrickt, die nicht leicht zu verstehen oder zu erklären sind. Die Beziehung zwischen Vater und Tochter wird zu einem Feld voller unausgesprochener Wünsche, Scham und Verwirrung. Obwohl keine offene Absicht besteht, das Inzesttabu zu brechen, stellt Kieślowski die Frage, wie nah man der Grenze kommen kann, die natürliche familiäre Gefühle von verbotenen Begierden trennt.
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