Regisseur: Krzysztof Kieślowski
1979
Der Film erzählt die Geschichte eines bescheidenen Einkäufers, der unerwartet für sich selbst eine Leidenschaft dafür entdeckt, den Alltag seiner neugeborenen Tochter zu dokumentieren. Mit einer Amateurkamera beginnt er, jeden Moment aus ihrem Leben festzuhalten – von den ersten Tagen über das Spielen bis hin zu den kleinen, alltäglichen Interaktionen, die für ihn mehr werden als nur einfache Dokumentation – sie werden zu seiner Leidenschaft, zu seiner Lebensweise. Seine filmische Obsession bleibt nicht unbemerkt. Nach und nach erregt sie die Aufmerksamkeit der Betriebsleitung und auch des Fernsehens. Aus dem unscheinbaren, privaten Material, das zunächst nur persönliche Augenblicke festhielt, entsteht etwas, das das Interesse von Profis weckt. Kieślowski zeigt auf einfühlsame Weise, wie eine scheinbar harmlose Beschäftigung, wie das Filmen der eigenen Familie, sich zu etwas Größerem entwickeln kann – und zugleich etwas, das die persönliche Lebenswelt mit dem Druck der Außenwelt konfrontiert.
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